Die Kita-Wiesenwichtel bei der Kaffeezeit ( 03.11.2024 )

Unsere traditionelle Kaffeezeit erhielt am 03.11. Besuch von 10 Familien und deren Vorschulkindern aus der Kita Wiesenwichtel.

Organisiert und iniziert wurde dieser Überraschungsbesuch durch die Erzieherinnen Lisa Kluge und Beatrix Nitsche.
Die Kinder der Kita wollten die Botschaft vom heiligen Sankt Martin mit eigenen Taten versehen.
Der Schutzpatron Sankt Martin steht symbolisch für das Teilen und das Helfen im Zeichen der Nächstenliebe.

Während Sankt Martin seinen Mantel teilte und einem Bettler in der Not half, überlegten die Kinder was sie wohl teilen könnten.
Sie entschlossen sich für das Kostbarste was man einem Menschen geben kann : ZEIT.
In einer Welt die immer materialistischer wird, ist dies das Einzige, was man sich nicht kaufen kann.
Zeit miteinander zu verbringen wird auch in unserem dörflichen Umfeld zunehmend immer wichtiger. Für den Nachbarn, dessen Kinder in aller Herren Länder verstreut arbeiten und leben. … Für den Nachbarn, dessen Lebenspartner verstorben ist und der im täglichen Leben oftmals keinen direkten Zuspruch erhalten kann. … Für den Nachbarn der neu zugezogen ist und einen Weg in die Gemeinschaft sucht. …

Die Kinder brachten nicht nur Bewegung und Leben in die Kaffeezeit. Gemeinsam mit allen Anwesenden sangen sie ihre Lieder aus der Kita von „St. Martin dem guten Mann“ und von „Ihrer Laterne die hier unten so leuchtet wie die Sterne da oben“. Der Glanz in den Augen vieler Anwesender spiegelte die Freude über dieses Miteinander wider.

Als Erinnerung an diese Kaffeezeit verteilten die Kinder im Anschluß noch selbst gebastelte Papierhäuschen mit kleinen elektronischen Teelichtern darin. Damit in dieser nun beginnenden kalten und dunklen Jahreszeit immer ein Licht im Hause und im Herzen leuchten soll.

Der NKA Armsheim bedankt sich recht herzlich bei der Kita Wiesenwichtel und explizit bei den Erzieherinnen Lisa Kluge und Beatrix Nitsche für diesen gelebten Beitrag zum nachbarschaftlichen Miteinander.

Die Legende von St. Martin

Um das Jahr 334 – Martin war 17 oder 18 Jahre alt – ritt Martin an einem kalten Wintertag mit ein paar anderen Soldaten durch das Stadttor von Amiens. Früher gab es um viele Städte eine große Mauer, und man kam nur durch die Stadttore rein und raus. Manchmal wurde armen oder kranken Leuten sogar verboten, in die Stadt zu kommen. Draußen vor dem Stadttor saß ein Mann, der nur ein paar zerfetzte Lumpen anhatte und so sehr fror, dass er kaum noch sprechen konnte. Als Martin und die anderen Soldaten auf ihren Pferden vorbeikamen, flehte der Bettler sie an, ihm zu helfen. Martin hielt sein Pferd an und stieg ab, kniete sich zu ihm auf den Boden und sah ihm in die Augen. Er hatte Mitleid und wollte helfen. Aber nur wie? Geld hatte er keins dabei. Essen auch nicht. Da kam Martin eine Idee: Er nahm seinen Wollmantel ab, den er über der Rüstung trug. Er zog sein Schwert und schnitt den Mantel in der Mitte durch. Die eine Hälfte gab er dem Bettler, die andere legte er sich wieder um die Schultern. So hatten sie es jetzt beide warm.

Die Legende von der Begegnung im Traum

Martin hatte in der Nacht, nachdem er den Mantel geteilt hatte, einen Traum: Er träumte von Jesus. Im Traum trug Jesus die Hälfte seines Wollmantels. Und er sagte Martin, wie gut er seine Entscheidung fand, mit dem frierenden Mann seinen Mantel zu teilen. Jesus hatte selbst einmal gesagt: „Was immer ihr einem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25, 40). Am nächsten Morgen war Martin klar: Er wollte kein Soldat mehr sein! Er wollte einfach nur anderen helfen. Er wollte sich taufen lassen und Priester werden.

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